Die Ringstraße (Route 1)
1.340 Kilometer Asphalt, Basalt und Schwefel. Islands Ringstraße (Route 1) verbindet aktive Vulkane mit subarktischen Gletschern. Ein technisches Dossier für Camper über Logistik, Seitenwinde und Einsamkeit im Nordatlantik.
Entdecke Island mit dem Camper – die schönsten Routen, Stellplätze und Reisetipps für Deinen Wohnmobilurlaub
Island ist ein Traumziel für Wohnmobilreisende. Ob majestätische Berglandschaften, malerische Seen oder charmante Städte – hier findest Du alles, was das Camperherz begehrt. Die hervorragende Infrastruktur mit zahlreichen Stellplätzen und Campingplätzen macht Island zum idealen Reiseland für Camper.
Informiere Dich vorab über Mautgebühren und besorge Dir ggf. eine Vignette.
Entdecke die schönsten Routen für Deine Camperreise durch Island
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1.340 Kilometer Asphalt, Basalt und Schwefel. Islands Ringstraße (Route 1) verbindet aktive Vulkane mit subarktischen Gletschern. Ein technisches Dossier für Camper über Logistik, Seitenwinde und Einsamkeit im Nordatlantik.
600 Kilometer Einsamkeit auf brüchigem Basalt: Diese Route durch Islands Westfjorde fordert dein Fahrwerk und belohnt dich mit 100 Meter hohen Wasserfällen, arktischen Küstenabschnitten und dem westlichsten Punkt Europas.
*Last updated: September 21, 2026* Nur rund 170 registrierte Campingplätze stehen auf einer Insel bereit, die größer ist als Ungarn, wer das nicht weiß, steht beim Wohnmobilurlaub Island schnell am falschen Parkplatz und riskiert eine Geldstrafe. Dieser Leitfaden fasst zusammen, was vor der Abfahrt wirklich zählt: Einreiseregeln, Straßenkategorien, Campingrecht und realistische Kosten.
Island ist kein EU-Mitglied, gehört aber zum Schengen-Raum. Für Staatsangehörige der EU, der Schweiz und Deutschlands gelten daher die üblichen Schengen-Einreiseregeln: Reisepass oder Personalausweis, kein Visum für Aufenthalte bis 90 Tage. Spezifische neue Einreisebeschränkungen ausschließlich für Wohnmobilreisende gibt es laut aktuellen Vermieter- und Reiseinformationen für 2026 nicht.
Praktische Checkliste für die Einreise:
Die Einreise erfolgt entweder per Flugzeug nach Reykjavík (Fahrzeugmietung vor Ort) oder per Fähre der Smyril Line von Dänemark (Hirtshals) über die Färöer nach Seyðisfjörður. Die Fähre ist die einzige Möglichkeit, das eigene Wohnmobil nach Island zu bringen.
Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, sollte prüfen, ob die heimische Kfz-Versicherung Island einschließt. Viele Policen decken Island nicht automatisch ab, eine separate Erweiterung ist dann nötig.
Die Hauptsaison von Juni bis August bietet die besten Straßenverhältnisse, die meisten geöffneten Campingplätze und die längsten Tage. Wer Kosten sparen will, reist im Mai oder September, dann sind viele Campingplätze bereits geöffnet bzw. noch offen, und Mietpreise sind deutlich niedriger.
Saisonübersicht im Vergleich:
| Zeitraum | Campingplätze | Straßen | Mietpreise |
|---|---|---|---|
| Mai, Juni | Viele öffnen ab Mai | Ringstraße frei, F-Straßen teils gesperrt | Ab ca. 49 €/Tag |
| Juli, August | Fast alle geöffnet | Ringstraße und viele F-Straßen offen | 90-140 €/Tag und mehr |
| September, Oktober | Viele schließen Mitte September | F-Straßen schließen früh | Ab ca. 49 €/Tag |
| November, März | Nur wenige ganzjährig offen | Winterbedingungen, Sperrungen möglich | Günstigste Tarife |
Für die Westfjorde gilt: viele Campingplätze öffnen erst Anfang Juni. Wer Nordlichter sehen möchte, findet ganzjährig geöffnete Plätze rund um Reykjavík, Vík und Akureyri.
Wohnmobile dürfen in Island ausschließlich auf registrierten Campingplätzen übernachten. Das Abstellen an Rastplätzen, Tankstellen oder am Straßenrand ist ausdrücklich verboten, sofern der Bereich nicht als Campingplatz ausgewiesen ist. Island verfügt über mehr als 170 registrierte Campingplätze; für zwei Personen liegen die üblichen Kosten bei etwa 20-40 € pro Nacht.
Bekannte Anlaufstellen entlang der Ringstraße:
Quittungen aufbewahren, Abwasser und Fäkalien ausschließlich an zugelassenen Entsorgungsstationen entsorgen.
Nein. Seit der Änderung des isländischen Naturschutzgesetzes (lög um náttúruvernd nr. 60/2013, geändert durch Gesetz Nr. 109/2015) ist das Übernachten in Wohnmobilen, Campern und Wohnwagen außerhalb ausgewiesener Campingplätze grundsätzlich verboten, außer mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundeigentümers. Wildcampen mit dem Wohnmobil gilt landesweit als untersagt und wird insbesondere im Süden Islands streng kontrolliert.
Für Zeltcamper gilt eine eingeschränkte Ausnahme: 1-2 Nächte auf unbebautem, nicht umzäuntem Privatland sind mit Zustimmung des Eigentümers und außerhalb von Schutzgebieten möglich. Diese Ausnahme gilt ausdrücklich nicht für Wohnmobile.
Alle Straßen mit dem Präfix „F" sind gesetzlich nur für 4x4-Fahrzeuge zugelassen. Standard-Wohnmobile mit Zweiradantrieb (2WD) dürfen F-Straßen nicht befahren, viele Vermieter untersagen dies ausdrücklich in ihren Mietbedingungen. Geschlossene F-Straßen bleiben unabhängig vom Fahrzeugtyp gesperrt, auch für 4x4-Camper.
Wichtige Einschränkungen für 2WD-Wohnmobile:
CozyCampers sperrt beispielsweise neben allen F-Straßen auch Teile normaler Straßen mit schwierigen Bedingungen, darunter Abschnitte der Straßen 35, 249, 26, 208, 550, 551, 578, 586, 864, 901 und 910. Camper Iceland bezeichnet das Befahren von F-Straßen mit 2WD-Motorhomes als „strictly forbidden".
Im Winter können auch Teile der Ringstraße (Route 1) vorübergehend gesperrt sein. Aktuelle Straßenbedingungen immer unter road.is prüfen, diese Seite wird täglich aktualisiert.
Kompakte Fahrzeuge bis etwa 6 Meter Länge sind auf Islands Straßen am flexibelsten. Große Wohnmobile über 7 Meter stoßen auf schmalen Brücken, in engen Ortschaften und auf Schotterpisten an Grenzen. Für die Ringstraße sind auch mittelgroße Fahrzeuge gut geeignet; wer das Hochland erkunden möchte, benötigt zwingend einen 4x4-Camper, und der ist bauartbedingt meist kompakter.
Faustregel: Wer nur die Ringstraße und den Golden Circle plant, kommt mit einem 2WD-Campervan gut aus. Wer F-Straßen und Hochlandrouten einplant, muss auf einen 4x4-Camper umsteigen und entsprechend höhere Mietkosten einkalkulieren.
Die Mietpreise variieren stark nach Saison und Fahrzeugtyp. Kleine 2-Bett-Wohnmobile beginnen in der Neben- und Zwischensaison (April, Mai, September, Oktober) bei etwa 49 € pro Tag; im Juli und August kosten identische Fahrzeuge typischerweise 90-140 € oder mehr pro Tag. Vergleichsportale wie CamperDays nennen für August 2026 Startpreise um 98,78 € pro Nacht, mit Spitzenpreisen bis zu 485 € pro Nacht für bestimmte Modelle in der Hochsaison.
4x4-Camper für das Hochland starten in der Nebensaison bei etwa 139 € pro Tag; größere Hochland-Wohnmobile (z. B. Sprinter 4x4, Crafter 4x4) liegen im Bereich von 249-299 € pro Tag.
Bekannte Vermieter in Island: Camper Iceland, CozyCampers, Happy Campers, Kuku Campers, Go Campers. Preisvergleiche lohnen sich über Portale wie CamperDays oder CampervanPlanet.
Basisverträge enthalten in der Regel eine Haftpflichtversicherung sowie eine Grundkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung. Nicht standardmäßig enthalten sind häufig:
Schäden durch Fahrten auf F-Straßen mit 2WD-Fahrzeugen oder durch das Befahren gesperrter Straßen sind grundsätzlich nicht versichert. Vor der Buchung die genauen Bedingungen des jeweiligen Vermieters prüfen, Deckungsumfang und Selbstbeteiligung variieren erheblich.
Island hat ein gut ausgebautes Tankstellennetz entlang der Ringstraße, aber in abgelegenen Regionen können Abstände zwischen Tankstellen 100 km und mehr betragen. Tankstellen im Hochland und in den Westfjorden sind selten, immer mit vollem Tank in diese Regionen starten.
Kraftstoffpreise in Island liegen erfahrungsgemäß deutlich über dem europäischen Durchschnitt (genaue Tagespreise unter gasvaktin.is abrufbar). Diesel ist in der Regel günstiger als Benzin. Viele Tankstellen sind automatisiert und akzeptieren europäische Kredit- und Debitkarten, PIN-Zahlung ist Standard.
Für die komplette Ringstraße (Route 1, ca. 1.332 km) sind mindestens 10-14 Tage realistisch, wenn man an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Halt machen möchte. Wer auch den Golden Circle, die Südküste und Ausflüge in die Westfjorde einplant, sollte 14-21 Tage einkalkulieren.
Kürzere Reisen von 7-10 Tagen eignen sich gut für die Süd- und Westküste inklusive Golden Circle. Das Hochland erfordert zusätzliche Zeit und ein geeignetes 4x4-Fahrzeug.
Ein gut vorbereiteter Wohnmobilurlaub Island beginnt Monate vor dem Reisedatum. Diese Schritte helfen, die häufigsten Probleme zu vermeiden:
Wer diese Punkte vor der Abfahrt abarbeitet, kann den Roadtrip Island Wohnmobil entspannt angehen, und vermeidet die teuersten Überraschungen.
Stand: 21. September 2026. Angaben können sich ändern; prüfe amtliche Hinweise vor Reisebeginn.
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