Wild Atlantic Way
2.500 Kilometer Asphalt zwischen Malin Head und Mizen Head. Die längste Küstenstraße der Welt fordert 10 bis 14 Tage Zeit, Nerven auf Single-Track-Roads und bietet raue Atlantik-Gischt statt polierter Postkartenidylle.
Entdecke Irland mit dem Camper – die schönsten Routen, Stellplätze und Reisetipps für Deinen Wohnmobilurlaub
Irland ist ein Traumziel für Wohnmobilreisende. Ob majestätische Berglandschaften, malerische Seen oder charmante Städte – hier findest Du alles, was das Camperherz begehrt. Die hervorragende Infrastruktur mit zahlreichen Stellplätzen und Campingplätzen macht Irland zum idealen Reiseland für Camper.
Informiere Dich vorab über Mautgebühren und besorge Dir ggf. eine Vignette.
Entdecke die schönsten Routen für Deine Camperreise durch Irland
Entdecke die schönsten Routen für Deine Camperreise durch Irland
2.500 Kilometer Asphalt zwischen Malin Head und Mizen Head. Die längste Küstenstraße der Welt fordert 10 bis 14 Tage Zeit, Nerven auf Single-Track-Roads und bietet raue Atlantik-Gischt statt polierter Postkartenidylle.
300 Kilometer entlang der Antrim Coast Road. Zwischen 120 Meter hohen Basaltklippen und normannischen Ruinen fordert die A2 fahrerische Präzision, belohnt jedoch mit der rauen Gischt des Nordatlantiks.
*Last updated: September 21, 2026* Irland zählt zu den wenigen europäischen Ländern, in denen Linksverkehr, schmale Landstraßen und eine spektakuläre Atlantikküste aufeinandertreffen, und genau diese Kombination macht den Wohnmobilurlaub Irland so besonders anspruchsvoll wie lohnend. Wer die Planung unterschätzt, steht schnell vor gesperrten Engpässen, unklaren Übernachtungsregeln oder fehlenden Einreisedokumenten. Dieser Leitfaden beantwortet alle wesentlichen Fragen, bevor das Wohnmobil die Fähre betritt.
EU-Bürger, darunter Deutsche, können für touristische Aufenthalte mit gültigem Personalausweis oder Reisepass in die Republik Irland einreisen. Das Dokument muss während der gesamten Aufenthaltsdauer gültig sein.
Wichtige Unterscheidung: Wer direkt nach Nordirland einreist oder die sogenannte Landbridge über England, Schottland oder Wales nutzt, braucht zwingend einen Reisepass, da Personalausweise für die Grenzpassage zum Vereinigten Königreich seit dem Brexit nicht mehr akzeptiert werden. Zusätzlich ist seit April 2025 eine kostenpflichtige elektronische Einreisegenehmigung (ETA) des Vereinigten Königreichs erforderlich. Diese kostet 20 £ (Stand Mai 2026), gilt zwei Jahre und muss für jede mitreisende Person einschließlich Kindern spätestens 72 Stunden vor Einreise online beantragt werden.
Fahrzeugdokumente im Überblick:
Die Haftpflichtversicherung muss Irland als Reiseland abdecken. Für Fahrzeuge aus Deutschland ist das bei den meisten Kfz-Policen automatisch der Fall, aber die Grüne Versicherungskarte (internationaler Versicherungsnachweis) sollte unbedingt mitgeführt werden, da irische Polizisten und Fähranbieter sie routinemäßig verlangen. Wer ein Mietfahrzeug nutzt, prüft vor Vertragsabschluss, ob die Versicherung auch für Nordirland gilt, da das Vereinigte Königreich ein separates Versicherungsgebiet ist.
Irland fährt links, Entfernungen und Geschwindigkeiten werden in Kilometern angegeben. Seit der Reform durch den Road Traffic Act 2024 gelten ab dem 7. Februar 2025 neue Limits für ländliche Lokalstraßen.
| Straßentyp | Bis 3,5 t | Über 3,5 t | Mit Anhänger |
|---|---|---|---|
| Autobahn (M) | 120 km/h | 90 km/h | 80 km/h |
| Nationalstraße (N) | 100 km/h | 80 km/h | 80 km/h |
| Regionalstraße (R) | 80 km/h | 80 km/h | 80 km/h |
| Lokalstraße (L) ländlich | 60 km/h | 60 km/h | 60 km/h |
| Innerorts | 50 km/h | 50 km/h | 50 km/h |
Radarwarner sind in Irland verboten. Die Promillegrenze liegt für die meisten Fahrer bei 0,5 ‰; für Fahranfänger (Führerschein unter zwei Jahren) und Berufskraftfahrer gilt 0,2 ‰. Gurtpflicht gilt für alle Insassen, Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist untersagt.
Irlands Autobahnen und Nationalstraßen sind gut ausgebaut und für Wohnmobile problemlos befahrbar. Die Herausforderung liegt auf den Regional- und Lokalstraßen, besonders in Connemara, auf der Dingle-Halbinsel oder entlang des Wild Atlantic Way. Dort sind Fahrbahnbreiten von unter 3 m keine Seltenheit.
Praktische Regeln für enge Straßen:
Wer ein Fahrzeug über 6 m Länge fährt, plant Tagesetappen besser kürzer als gewohnt, etwa 150 bis 200 km, weil die Durchschnittsgeschwindigkeit auf ländlichen Strecken oft unter 60 km/h liegt.
Der späte Frühling (Ende Mai bis Mitte Juni) und der frühe Herbst (September) bieten das beste Verhältnis aus Wetter, Platzverfügbarkeit und Reisekomfort. Die Hauptsaison von Juli bis August ist dichter belegt, besonders entlang des Wild Atlantic Way.
Mietpreise variieren stark nach Fahrzeuggröße, Saison und Anbieter. Als grobe Orientierung: In der Hochsaison (Juli/August) liegen Tagespreise für einen ausgestatteten Campervan für zwei Personen häufig zwischen 120 und 200 Euro, für größere Motorhomes entsprechend höher. Außerhalb der Saison sind Preise ab etwa 70 bis 100 Euro pro Tag realistisch. Vor Buchung unbedingt prüfen, ob Versicherung, Kilometerpauschale und Nordirland-Deckung im Preis enthalten sind.
Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, kalkuliert die Fährkosten ein: Auf der Direktroute Cherbourg oder Roscoff nach Dublin, Rosslare oder Cork (Fahrtzeit ca. 18 bis 19 Stunden) liegen Einstiegspreise für zwei Personen mit Wohnmobil bei etwa 236 bis 251 Euro plus Kabinenaufschlag ab rund 79 Euro, je nach Saison und Fahrzeuglänge.
Irland gehört zu den teureren Kraftstoffmärkten in Europa. Diesel- und Benzinpreise lagen 2025/2026 regelmäßig über dem deutschen Durchschnitt. Für eine Rundreise von etwa 1.500 km (eine typische Irland-Runde) verbraucht ein Wohnmobil mit 12 bis 15 Litern je 100 km zwischen 180 und 225 Liter. Bei einem angenommenen Dieselpreis von 1,75 bis 1,90 Euro je Liter (Schätzung, vor Abfahrt prüfen) ergibt das Kraftstoffkosten von rund 315 bis 430 Euro für die Fahrstrecke allein. Tankstellen sind auf Hauptrouten gut verteilt, in abgelegenen Gegenden aber selten, daher immer mit mindestens halbvollem Tank in ländliche Regionen fahren.
Camping Ireland (campingireland.ie) ist das offizielle Verzeichnis qualitätsgeprüfter Camping- und Caravanplätze in der Republik Irland mit über 100 eingetragenen Plätzen, viele davon mit ausgewiesenen Motorhome-Stellflächen. Entlang des Wild Atlantic Way und in Ireland's Ancient East sind zahlreiche Plätze mit Strom, Ver- und Entsorgungsstation sowie sanitären Anlagen ausgestattet.
Typische Öffnungszeiten: März/Ostern bis Ende September oder Oktober; ein Teil der Plätze ist ganzjährig oder nach Voranmeldung geöffnet.
Für spezialisierte Motorhome-Stopovers (ausgewiesene Kurzstellplätze ohne vollständige Campinginfrastruktur) lohnt sich ein Blick auf Plattformen wie Campercontact oder Park4Night, die auch von Reisenden aktualisiert werden.
In der Republik Irland gibt es kein allgemeines Recht auf Wildcampen. Nahezu das gesamte Land ist Privatbesitz, und das Übernachten mit einem Wohnmobil oder Campervan auf Privatgrund ohne ausdrückliche Erlaubnis gilt als unerlaubtes Betreten (Trespass).
Offiziell ist das Übernachten mit motorisierten Fahrzeugen nur auf zugelassenen Campingplätzen, ausgewiesenen Stellplätzen oder mit klarer Zustimmung des Grundeigentümers erlaubt. Wer dennoch frei steht, muss jederzeit mit Kontrollen durch die Gardaí (irische Polizei), Ranger oder Grundeigentümer rechnen und kann zur Weiterfahrt aufgefordert oder mit Bußgeldern belegt werden.
Einige Reiseberichte beschreiben, dass freies Stehen an abgelegenen Küstenabschnitten mancherorts toleriert wird, aber das ist keine rechtliche Grundlage und kann sich kurzfristig ändern, besonders in stark frequentierten Küstenregionen. Die sicherste Strategie: offizielle Stellplätze buchen und Wildcampen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundeigentümers.
Die bekannteste Route ist der Wild Atlantic Way, eine ausgeschilderte Küstenstraße von Donegal im Norden bis Cork im Süden mit über 2.500 km Gesamtlänge. Für Wohnmobile empfiehlt sich, nicht die gesamte Strecke abzufahren, sondern Abschnitte zu wählen:
Wer weniger als zwei Wochen Zeit hat, fährt besser eine Region intensiv als die gesamte Insel oberflächlich.
Irland eignet sich gut für Familien mit Wohnmobil. Campingplätze haben häufig Spielbereiche und sanitäre Anlagen für Familien, die Bevölkerung ist gegenüber Reisenden mit Kindern sehr offen, und die kurzen Fahretappen lassen sich gut an Kinderbedürfnisse anpassen. Wichtig: Gurtpflicht gilt für alle Insassen, Kindersitze müssen den irischen Vorschriften entsprechen (ECE-Norm). Für Kleinkinder unter 3 Jahren ist ein zugelassener Kindersitz Pflicht.
Wer diese Fehler kennt, vermeidet sie:
Ein gelungener Wohnmobilurlaub Irland steht und fällt mit der Vorbereitung. Diese Checkliste fasst die wichtigsten Punkte zusammen:
Stand: 21. September 2026. Angaben können sich ändern; prüfe amtliche Hinweise vor Reisebeginn.
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Guinness, Geschichte und Irish Craic – Irlands pulsierende Hauptstadt.
Das bunte Herz des Westens – Musik, Meer und Lebensfreude.
Die 'Echte Hauptstadt' – entspannte Foodie-Szene und Küstenzauber.
Tor zum Ring of Kerry – Seen, Schlösser und irische Romantik.
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