Wasserwege und Routencharakter am Lake Powell
Lake Powell erstreckt sich über rund 300 Kilometer Länge entlang des gestauten Colorado River und des San Juan River, vom Glen Canyon Dam bei Page, Arizona, bis hinauf nach Hite, Utah. Der See besitzt bei annähernd voller Füllung eine Uferlinie von fast 3.200 Kilometern, mehr als die Pazifikküste der USA, weil sich das Wasser in unzählige enge Seitencanyons verzweigt.
Für ein Hausboot Lake Powell bedeutet das: Es gibt keinen einzelnen „Hauptkanal“ im europäischen Sinn, sondern ein Netz aus Hauptbecken und Nebenarmen. Die bekanntesten Abschnitte sind:
- Wahweap Basin und Antelope Canyon nahe Page, meist am besten mit Wasser versorgt und am zugänglichsten.
- Padre Bay und Rainbow Bridge National Monument, landschaftlich markant, mit teils langen Zufahrten zu Ankerbuchten.
- Escalante Arm, tief eingeschnittene Slickrock-Canyons, aber empfindlich gegenüber niedrigem Wasserstand.
- Bullfrog und Halls Crossing, zentrale Basis in der Mitte des Sees, mit Fährverbindung zwischen den Ufern.
- San Juan Arm und Hite-Region, nördlichster, flachster Abschnitt, bei niedrigem Wasserstand oft nur eingeschränkt oder gar nicht befahrbar.
Die Fahrtcharakteristik ist offenes Süßwasser mit teils starkem Wellenschlag durch Wind und anderen Motorbooten, kombiniert mit engen, kurvenreichen Seitencanyons, in denen Sichtlinien kurz sind. Navigation erfolgt über Bojen und amtliche Seekarten der Nationalparkverwaltung, nicht über Flusskilometer wie an einem Kanal.
Wichtig: Wer ein Hausboot Lake Powell steuert, bewegt sich auf einem Stausee mit wechselnder Topografie unter der Wasserlinie, ehemalige Flussbetten, Sandbänke und freigelegte Felsformationen können je nach Pegel plötzlich zu Hindernissen werden.