Der Wasserweg: Route und Charakter des Caledonian Canal
Der Caledonian Canal verläuft entlang des Great Glen, einer geologischen Verwerfungslinie, die Schottland von Nordost nach Südwest durchschneidet. Die Wasserstraße kombiniert künstlich gegrabene Kanalabschnitte mit natürlichen Seen: Loch Ness, Loch Oich und Loch Lochy bilden den größten Teil der Streckenlänge, während vergleichsweise kurze Kanalstücke die Seen miteinander und mit den beiden Seeschleusen an den Küsten verbinden.
Die Gesamtlänge beträgt etwa 60 Meilen beziehungsweise rund 96 Kilometer. Auf dieser Strecke müssen Skipper insgesamt 29 Schleusen passieren, was den Caledonian Canal zu einer der schleusenreichsten Strecken im britischen Wasserstraßennetz macht.
Streckenverlauf in Kurzform:
| Abschnitt | Charakter |
|---|---|
| Inverness / Clachnaharry | Seeschleuse, Zugang zur Nordsee (Moray Firth) |
| Loch Ness | Tiefer Süßwassersee, offene Gewässer, wenig Schutz bei Wind |
| Fort Augustus | Schleusentreppe, touristisches Zentrum |
| Loch Oich | Schmalster und flachster Seeabschnitt |
| Loch Lochy | Weiterer offener Seeabschnitt |
| Banavie / Neptune's Staircase | Bekannteste Schleusentreppe der Route |
| Corpach | Seeschleuse, Zugang zum Atlantik (Loch Linnhe) |
Der Wechsel zwischen ruhigen Kanalabschnitten und offenen Seen bedeutet, dass sich Wetterbedingungen innerhalb eines Tages deutlich ändern können. Loch Ness und Loch Lochy bieten kaum natürlichen Windschutz, was bei der Tagesplanung berücksichtigt werden muss.