Die Wasserwege in Burgund: Charakter und Routenwahl
Burgund liegt an einer der wasserreichsten Binnenschifffahrtsregionen Frankreichs. Drei Kanäle bilden das Rückgrat für Hausbootreisen:
Canal du Nivernais, Rund 174 Kilometer lang, verbindet er die Yonne bei Auxerre mit der Loire bei Decize. Er gilt als besonders landschaftlich reizvoll, mit engen Kurven, Baumtunneln und über 110 Schleusen. Die Strecke ist eher etwas für erfahrenere Crews oder für Gäste, die sich Zeit nehmen wollen, schnelles Vorankommen ist hier nicht das Ziel.
Canal de Bourgogne, Er verbindet die Yonne bei Migennes mit der Saône bei Saint-Jean-de-Losne und überwindet dabei den Scheitelpunkt bei Pouilly-en-Auxois mit einem über 3 Kilometer langen Tunnel. Mit 189 Schleusen ist er technisch anspruchsvoll und derzeit am stärksten von Wasserknappheit betroffen.
Saône, Als schiffbarer Fluss bietet die Saône breitere, ruhigere Gewässer mit deutlich weniger Schleusen. Sie eignet sich gut für Einsteiger und lässt sich gut mit Ausflügen ins Kanalnetz kombinieren.
Der Charakter der Strecken unterscheidet sich stark: Kanäle sind schmal, langsam und schleusenreich, die Saône breiter und fließender. Wer ein Burgund Hausboot bucht, sollte die Streckenwahl daher weniger nach Kilometerzahl, sondern nach gewünschter Schleusendichte und Reisetempo treffen.